Arbeitsanweisung für Schwimmbadfolien

Sika - Teil 3

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6. Detailausbildungen

6.1 Beckenränder mit Schwimmbadfolien gestalten
Bei neuen Rinnenköpfen werden die Dichtungsbahnen im Bereich der Aussparungen zwischen zwei Schutzlagen L 205/TS eingebettet und verlegt. Zur Aufnahme der keramischen Rinnensteine ist im Beckenrand eine entsprechende Aussparung vorzusehen. Bei Innenbädern wird der obere Rand der Dichtungsbahnen an die Bodenabdichtung der Feuchtraumisolierung angeschlossen. Die optimale Ausführung eines Beckenrandes erfolgt durch eine "Finnische Rinne" bzw. einer Überlaufrinne. Dabei reicht bei diesem Überflutungssystem der Wasserstand bis zur Beckenoberkante. Grundsätzlich sollen die Beckenränder als selbstständige Bauteile ausgeführt werden. Die Auskleidung von Finnischen Rinnen, Züricher Rinnen oder ähnliche werden zusammen mit der anschließenden Bodenabdichtung (Feuchtraumisolierung) ausgeführt.

6.2 Anschlüsse und Durchdringungen der Schwimmbadfolien
Das Anschließen von Bauteilen, die die Abdichtung durchdringen, erfordert besondere Sorgfalt. Die Verbindung der Abdichtung mit Armaturen erfolgt durch Einpressung zwischen 2 Flanschen, Fest- und Losflansch.
So werden alle durchdringenden Bauteile wie z. B. Zu- und Abläufe, Skimmer, Scheinwerfer, Rohre oder dergleichen, prinzipiell nur mit Pressflanschen an die Abdichtung unter Beachtung der jeweiligen Herstellervorschrift wasserdicht angeschlossen. Es werden handelsübliche Einbauteile verwendet, die für den Anschluss an PVC-weich-Bahnen geeignet sind. Der Festflansch muss bündig mit der Auskleidungsebene liegen, wasserdicht mit dem weiterführenden Rohr verschweißt sowie planeben abgedreht sein und mindestens 6 Sacklöcher oder wasserdicht verschweißte Stehbolzen aufweisen. Es werden Senkkopf-, Imbus-Schrauben bzw. Schraubenmuttern verwendet. Der Losflansch muss ebenfalls planeben abgedreht und biegesteif sein.
Im Bereich der Flansche wird die Dichtungsbahn lose verdoppelt. Es dürfen keine Nähte und Stöße innerhalb der Pressung liegen. Mitgelieferte oder andere Dichtungen sind auf Verträglichkeit mit Dichtungsbahnen zu prüfen. Nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten sind alle Schrauben an den Einbauteilen gleichmäßig nachzuziehen. Alle Stahlteile wie Verankerungen für Haltestangen, Leitern, Trennseile und andere anzuschließende Einbauteilesollen aus nichtrostendem Stahl bestehen. Verankerungen sind mit Spezial-Tellerankern herzustellen.
Alternativ können Einbauteile aus PVC unmittelbar mit der Abdichtung verschweißt werden. Dazu ist ein mindestens 3 cm breiter Anschweißrand erforderlich.

6.3 Rutschsicherheit für Schwimmbadböden bzw. der Schwimmbadfolien
Trittflächen von Treppen und Standstufen werden zur Erhöhung der Rutschsicherheit mit WP 3100-15RE belegt. Bei Sportbecken können zusätzlich auch die Wendeflächen vollständig mit WP 3100-15RE belegt werden. Die Wendemarkierungen (nach FINA-Norm) werden ausgeschnitten, mit WP 3100-15RE, mittels Unterlegstreifen aus Tauchstreifen 0,8 mm eingeschweißt und mit PVC-Lösung abgesichert. Eine Vorfertigung der gesamten Wendefläche wird empfohlen. Bodenflächen von Nichtschwimmerbecken oder ähnliche sind mit WP 3100-15RE abzudichten. Die maximale Neigung soll 10 % nicht übersteigen.
Die Bahnen werden stumpf gestoßen verlegt und erhalten zum Verschweißen einen Streifen von ca. 10 cm Zuschnitt aus 0,8 mm Tauchstreifen unterlegt.

6.4 Tauchstreifen
Abmessungen und Anordnungen der Tauchstreifen sollten den internationalen Wettkampfbestimmungen der FINA-Norm entsprechen. Die Streifen werden nach Schnurschlag auf die fertige Auskleidung vollflächig aufgeschweißt bzw. in die Auskleidung eingearbeitet. Alle Nähte und Stöße sind zur Vermeidung von Blasen unter der Verdoppelung mit PVC-Lösung abzusichern. Leitstreifen in Nichtschwimmerbecken, die mit WP 3100-15RE ausgekleidet sind, werden unter Verwendung von WP 3100-08H, mit Wallkway schwarz eingearbeitet.

6.5 Entlüftung
(Bitte unbedingt beachten, um eventuelle Faltenbildungen zu vermeiden). Um beim Füllen des Beckens mit Wasser das Entweichen von evtl. eingeschlossenen Luftresten hinter der Auskleidung zu ermöglichen, ist es erforderlich, am oberen Rand je eine oder zwei Abdeck- Platten oder ähnliches fehlen zu lassen und diese nach dem Füllen des Beckens zu ergänzen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, am oberen Beckenrand einige Schweißnahtenden zunächst beim Befüllen offenzulassen.
Erst wenn der Wasserstand fast so hoch ist wie die Wandnähte verschweißt wurden, können alle Nahtenden zugeschweißt werden. Die Füllung muss möglichst langsam erfolgen.

6.6 Dehnungsfugen
Dehnungsfugen in der Unterkonstruktion werden mit einem Streifen aus Verbundblech Typ WP, Zuschnitt ca. 20 cm, abgedeckt und einseitig mit Spreiznieten, Abstand ca. 20 cm, befestigt. Die Stöße der Verbundbleche sind mit einem 10 cm breiten Tauchstreifen, 0,8 mm dick, abzudecken, im Stoßbereich bleiben ca. 2 cm unverschweißt.

7. Inbetriebnahme und Wartung des Schwimmbades

Allgemeine Hinweise zur Wasser- und Beckenpflege von PVC-P Schwimmbecken.

7.1 Umwelteinflüsse
Bakterien, Pilze und Algen sind ein wichtiger Bestandteil in unseren natürlichen Gewässern, die die Qualität des Wassers maßgeblich beeinflussen. Das Gleichgewicht des Wassers wird auf natürliche Weise, z. B. durch die Fließgeschwindigkeit, Filterung durch den Gewässerboden und Anreicherung mit Sauerstoff durch Verwirbelung erreicht. Ein Ungleichgewicht führt zur Trübung des Wassers und schleimigen Belägen. Um dies im Beckenwasser zu vermeiden ist eine physikalische und chemische Behandlung des Wassers notwendig.

7.2 Physikalische Behandlung der Schwimmbadfolien

7.2.1 Filterung
Im Filter werden alle groben Fremdstoffe, die aus der Umwelt und durch die Badenden eingebracht werden, zurückgehalten. Bei der Wahl des Filters spielt die Art des Filters, seine Leistungsfähigkeit und die Filtergeschwindigkeit eine wichtige Rolle. Der Filter muss durch eine Rückspülung periodisch gereinigt werden. Die Häufigkeit der Reinigung richtet sich nach der Belastung des Wassers. Bei privaten Becken soll spätestens nach einer Woche, unter Einhaltung der Reinigungsweise durch den Hersteller, eine Rückspülung erfolgen.

7.2.2 Wasserumwälzung
Durch die Umwälzung des Beckenwassers wird eine gleichmäßige und ausreichende Verteilung der Pflegemittel im Becken sichergestellt. Dies ist notwendig, um eine Vermehrung von Algen und Mikroorganismen vorzubeugen.
Die Wasserqualität hängt stark von der Umwälzgeschwindigkeit ab. Eine vierstündige Umwälzleistung des gesamten Beckens ist als minimale Leistung anzusehen.
Bei der Auswahl der Filter- und Umwälzanlage wenden Sie sich bitte an Hersteller dieser technischen Anlagen.

7.3 Chemische Behandlung der Schwimmbadfolien
Um ein gesundheitlich unbedenkliches Badewasser über lange Zeiträume zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Desinfektion des Wassers notwendig.
Eine Überwachung der Konzentration ist wichtig, um eine temporäre Verkeimung des Wassers auszuschließen. Es stehen unterschiedliche Desinfektionsmöglichkeiten zur Auswahl. Bei der Wahl des richtigen Mittels und der Anwendung lassen Sie sich
am besten durch ihren Schwimmbadbauer beraten.

7.3.1 Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge)
Dieses Verfahren stellt die wohl älteste Chlorungsmethode dar. Bei der Verwendung von Natriumhypochlorit muss berücksichtigt werden, dass deren Gehalt an Aktivchlor (max. 12,5 %) innerhalb kurzer Zeit beträchtlich abnimmt, der pH-Wert des Wassers bedingt durch die hohe Alkalität der Lauge durch zusätzliche Säure korrigiert werden muss und der Umgang mit dieser ätzend wirkenden Lauge ein Sicherheitsrisiko für das Personal darstellt.

7.3.2 Calciumhypochlorit
Calciumhypochlorit - als Granulat - enthält mind. 65 % wirksames Chlor und ist im Gegensatz zu Natriumhypochlorit lagerstabil. Es enthält beträchtliche Mengen an Calcium, die zu einer unerwünschten Aufhärtung des Wassers führen und deshalb nur für weiches Wasser geeignet ist. Bei Anwendung erhöht es den pHWert im Schwimmbeckenwasser. Nicht mit anderen Chemikalien vermischen!

7.3.3 Chlor-Ozon-Verfahren
Ozon ist ein sehr starkes Oxidationsmittel, darf wegen seiner Giftigkeit aber nur innerhalb der Umwälzanlage und nicht im Schwimmbeckenwasser eingesetzt werden. Die Verwendung von Ozon ersetzt nicht die Zugabe eines Desinfektionsmittels - Chlor - für das Badebeckenwasser. Die zusätzliche Verwendung von Ozon in der Aufbereitungsstrecke tötet Keime wirksam ab und oxidiert wasserlösliche, organische Verschmutzungsstoffe, so dass die Chlorzehrung im Beckenwasser gesenkt und die Wasserqualität verbessert werden kann.

7.3.4 Brom
Brom ist wie Chlor ein Halogen und wird in sogenannten Brom- Stiks (Tabletten) angeboten.
Vorteile des Broms: Brom enthält ca. 30 % Chlor. Anders als die Chloramine (gebundenes Chlor) sind Bromamine geruchslos, reizen die Schleimhäute nicht. Die Desinfektionswirkung von Brom hängt nicht so stark vom pH-Wert ab. Nachteilig hingegen ist die geringe Oxidationswirkung, der höhere Preis und die ätzende Wirkung des elementaren Broms.

7.3.5 Chlorierte Isocyanurate (stabilisierte Chlorprodukte)
Die Chlorisocyanurate sind feste Chlorverbindungen in Granulatoder Tablettenform.
Vorteil: hoher Gehalt an wirksamem Chlor (56 - 90 %), Beständigkeit, leichte und sichere Handhabung sowie keine pH-Wertveränderungen des Wassers.
Nachteil: die organische Trägersubstanz beeinflusst bei höherer Konzentration (ab ca. 40 mg/Liter) die Keimtötungsgeschwindigkeit des Chlors, so dass zum Ausgleich höhere Chlorgehalte (0,6 - 1,0 mg/Liter) im Beckenwasser aufrechterhalten werden müssen. Damit besteht die Gefahr, dass die Schwimmbeckenauskleidung ausbleicht.

7.3.6 Aktivsauerstoff
Sauerstoffabspaltende Verbindungen, wie z. B. Wasserstoffperoxid werden als Oxidations- bzw. Desinfektionsmittel eingesetzt. Die Oxidations- bzw. Desinfektionswirkung bleibt nur kurz nach Zusatz des Mittels erhalten. Ein beigemischtes Algizid aktiviert die Desinfektionswirkung. Bei Aktivsauerstoff in Tablettenform kann jederzeit Chlor zugegeben werden.
Dagegen neutralisiert sich Wasserstoffperoxid und Chlor gegenseitig!

Fazit:
Achten Sie darauf, dass die notwendigen Desinfektionsmittelmengen gemäß den Herstellerangaben eingesetzt werden.
Bei sachgemäßer Handhabung stellt die Chlorung nach wie vor ein für die Aufbereitung und Desinfektion ausgezeichnetes Verfahren dar, das nicht so ohne weiteres zu ersetzen ist.
Bei chlorhaltigen Produkten soll der Gehalt an freiem, wirksamem Chlor zwischen 0,3 und 0,6 mg pro Liter Wasser liegen. Der Wert ist stark pH-Wert-abhängig.
Schwimmbadwasser, das nach "Chlor" riecht, enthält nicht zuviel, sondern zuwenig freies Chlor und kann zu Schleimhaut- und Augenreizungen führen. Deshalb darf der Gehalt an gebundenem Chlor (Chloramine) 0,2 mg/Liter Wasser nicht überschreiten.
Wenn das Schwimmbadwasser "umkippt", hilft in vielen Fällen eine Stoßchlorung.
Eine Faustregel: Eine 20-g-Tablette (schnelllöslich, pro m3 Wasser). Bitte streuen oder werfen Sie keine Desinfektionsmittel in Granulat- oder Tablettenform direkt ins Beckenwasser und vermeiden Sie ständige Überdosierungen, da sonst Verfärbungen oder Ausbleichungen auftreten können.
Achten Sie bei der Verwendung von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln darauf, dass es sich um metallfreie Mittel handelt. Im Handel sind auch Chlor-Produkte beziehbar, die z. B. Kupfer enthalten. Diese können zu Verfärbungen der Folie führen, die in den meisten Fällen nicht wieder entfernt werden können.

7.4 Flockung
Im Wasser unsichtbar verteilte, mikroskopisch kleine Schmutzstoffe (Bakterien, Keime, Körperfette, Kosmetika usw.) können durch hochwirksame Filter (ausgenommen Kieselgurfilter) nur unvollständig zurückgehalten werden.
Setzt man dem Wasser vor dem Filter regelmäßig so genannte Flockungsmittel zu, verbleiben diese im Filterbett. Die Wirkungsweise von Flockungsmitteln ist stark pH-Wert-abhängig. Bei nicht sachgerechter Anwendung kann es zu einer Nachflockung im Beckenwasser kommen, die sich durch Verfärbung und schlimmstenfalls starke Eintrübung des Wassers zu erkennen gibt. Flockungsmittel können nur bei Sandfilteranlagen eingesetzt werden.

7.5 Beckenwasser
Die Zusammensetzung des Beckenwassers hat großen Einfluss auf die Wahl des Pflegemittels.
Beckenwasser, das Eisen und/oder Mangan enthält, kann zu Wasserverfärbungen - von Grünstich jedoch klar, über schmutzigbraun bis fast schwarz - und Trübungen führen.
Damit die unerwünschten Metallhydroxide möglichst vollständig entfernt werden, sollte wie folgt vorgegangen werden:

1. Stoßchlorung, um alles Eisen und Mangan zu oxidieren;
2. Einstellen des pH-Wertes auf 7,0 - 7,4;
3. Ausflocken der Hydroxide bei laufender Filteranlage.
Nach ca. 3 Tagen rückspülen.
Häufig findet man im Brunnenwasser einen hohen Eisengehalt. Bei erhöhtem Kupfergehalt des Beckenwassers (z. B. durch Korrosionen) kann es zu schwarzen Flecken auf der Schwimmbeckenauskleidung, schwarzen Verfärbungen auf Anlagenteilen oder im Extremfall zur Grünfärbung blonder Haare führen. Kupfer kann wie folgt aus dem Beckenwasser filtriert werden:

1. pH-Wert auf 7,5 - 7,7 einstellen;
2. Flockmittel zugeben, ca. 48 Stunden umwälzen und anschließend rückspülen;
3. pH-Wert wieder auf 7,0 - 7,4 einstellen.
Eventuell muss dieser Vorgang wiederholt werden. Das Kupfer ist dann entfernt, wenn das Rückspülwasser nicht mehr grünblau verfärbt ist.

7.6 Algizide
An schlecht durchströmten Stellen, bei unregelmäßiger Wasserpflege, hohem Gehalt an Kohlendioxyd und Phosphaten sowie Wärme des Wassers, aber auch bei schwüler Witterung oder nach Gewitterregen kann es zu einer Veralgung des Wassers kommen.
Neben hässlichen, grünen Belägen an Wand und Beckenboden sind Algen auch eine Unfallgefahr, wenn sich glitschige Beläge auf Treppen und Einstiegsleitern bilden.
Zur Vorbeugung gegen Algenbefall eignen sich z. B. so genannte Quats (quaternäre Ammoniumverbindungen). Quats sind chlorverträglich.
Algenbekämpfung: Algen sollten mit einer weichen Bürste entfernt, der pH-Wert sollte auf 7,0 - 7,4 eingestellt und ein Chlorstoß durchgeführt werden. Anschließend doppelte Dosiermenge Algizid zugeben.

7.7 pH-Wert Regelung
Die verschiedenen Aufbereitungsmaßnahmen sowie Korrosion, Kalkabscheidungen, Flockung, Desinfektionswirkung des Chlors und Wohlbefinden der Badenden sind vom pH-Wert abhängig. Der ideale Bereich liegt zwischen 7,0 und 7,4.
Beachten Sie bitte, dass Störungen oftmals vom pH-Wert verursacht werden. Deshalb öfters kontrollieren.
Bei einem pH-Wert von 7,0 reichen 0,3 mg freies Chlor/Liter, bei einem pH-Wert von 7,4 ca. 0,6 mg freies Chlor/Liter aus, um das Wasser keimfrei zu halten. Grundsätzlich sind die jeweiligen Bedienungsanleitungen der Herstellerfirmen für Wasseraufbereitungsanlagen zu beachten.

7.8 Frischwasser-Zusatz
Auch im bestgepflegten Schwimmbecken reichern sich allmählich Salze (Chloride, Sulfate, Nitrate, Calcium) an, die weder durch Filtration noch auf chemischem Wege entfernt werden können.
Um mögliche Störfälle auszuschließen - Korrosion an Metall- oder Betonteilen, gesundheitliche Gefährdung, Eintrübung des Wassers, Kalkausfällungen, Verklebung des Filters - sollte ein Teil des Beckenwassers regelmäßig durch Frischwasser ersetzt werden. Bei privaten Schwimmbecken ca. 3 - 5 % des Beckeninhaltes pro Woche.

7.9 Härtestabilisierung
Bei Wasser mit einer Härte von mehr als 15 TH oder dH besteht auch bei Einhaltung des pH-Bereiches die Gefahr der Ausfällung und Ablagerung von Kalk. Die Folgen sind rauhe Oberflächen, Wassertrübungen, Funktionsstörungen durch verbackene Filter und Energieverluste im Wärmeaustauscher. Durch einmalige Zugabe eines Härtestabilisators, entsprechend der Wasserhärte und -menge, wird eine Stabilisierung der im Wasser vorhandenen Härtebildner erreicht. Ebenso werden Metallionen gebunden und somit metallische Ablagerungen verhindert.

7.10 Wassertemperatur
Je höher die Wassertemperatur, um so größer ist der Verbrauch an Desinfektionsmitteln.
Eine Dauerwassertemperatur von 30° C darf nicht überschritten werden.

7.11 Grundreinigung
Nach Abbürsten und Abspritzen der Schwimmbecken-Auskleidung erfolgt die Grundreinigung mit säurehaltigen Mitteln, um fest anhaftenden Kalk zu entfernen. In hartnäckigen Fällen ist der Einsatz alkalischer Mittel notwendig. Die Reihenfolge - erst säubern, danach alkalischer Reiniger - ist unbedingt einzuhalten.
Gründlich Nachspülen mit klarem Wasser und das Schwimmbecken kann wieder gefüllt werden. Als zusätzliche Vorbeugung gegen Algenbefall können Beckenwände und -boden vor dem Befüllen mit einer Algizid-Lösung eingestrichen werden. Unbedingt Herstellerangaben hinsichtlich Anwendung, Handhabung und Dosierung beachten.

7.12 Unterhaltsreinigung
Zur laufenden Unterhaltsreinigung eignen sich schwach alkalische Allzweckreiniger und Neutralreiniger. Sie lösen Körperfette und Oberflächenverschmutzungen. Im Anschluss an die Reinigung ist gründlich mit Wasser nachzuspülen.
Sowohl für die Grund- als auch für laufende Reinigung dürfen nur Mittel verwendet werden, die für Schwimmbecken-Auskleidungen geeignet sind. Anwendung, Konzentration und Einwirkzeit sind den jeweiligen Herstellervorschriften zu entnehmen und genauestens einzuhalten.
Keinesfalls dürfen Haushaltsreiniger, Scheuer- und Lösungsmittel Anwendung finden. Generell sollte darauf geachtet werden, dass nur wenig Reinigungsmittel ins Beckenwasser gelangt. Reinigungsmittel verschlechtern die Wasserqualität und können zu Schaumbildung führen.

7.13 Reinigungswerkzeuge
Zur täglichen Unterhaltspflege sind Putzlappen, Schwamm und weiche Bürsten zugelassen. Der Boden lässt sich mit halb- oder vollautomatischen Bodensaugern sowie Bodenbürsten reinigen.
Werden zur Hauptreinigung Hochdruck- oder Dampfreiniger eingesetzt, darf nicht zu dicht und nur großflächig mit gefächertem und nicht mit gebündeltem Strahl gereinigt werden.
Örtliche Überhitzungen und zu langes Reinigen auf einer Stelle sind unbedingt zu vermeiden. Reinigungswerkzeuge und Hilfsmittel nur über den Fachhandel beziehen. Drahtbürsten, Stahlwolle oder andere scharfe Werkzeuge nicht zur Reinigung einsetzen.

7.14 Urlaubspflege
Vor einer längeren Abwesenheit sollte das Schwimmbadwasser "präpariert" werden, um es keimfrei und klar zu halten. Dazu eignen sich Desinfektionsmittel mit lang anhaltender Wirkungsdauer.
Die Umwälzung des Beckenwassers kann reduziert werden. Der Beckeninhalt sollte jedoch mindestens 1 x täglich umgewälzt werden.

7.15 Überwinterung
Wir empfehlen, Freischwimmbecken über den Winter gefüllt zu lassen. So ist die Becken-Auskleidung Witterungseinflüssen sowie Verschmutzungen weniger ausgesetzt. Auch werden Verfärbungen durch Laub vermieden.
Die Zugabe von Überwinterungsmitteln erleichtert nicht nur die Frühjahrsreinigung, sondern beeinträchtigt auch das Algenwachstum und die Ablagerung von Kalk.
Die Beckenwände können gegen Eisschub durch Holzbohlen, Eisdruckpolster usw. geschützt werden. Durch eine Abdeckung des Beckens wird einer Verschmutzung aus der Atmosphäre und durch Laubfall vorgebeugt. Wasserleitungen im Außenbereich entleeren.

7.16 Wasserkontrolle
Prüfen Sie in den ersten vier Wochen nach Inbetriebnahme Ihres Schwimmbeckens mehrmals pro Woche den pH- und Chlorwert. Danach sollte mindestens einmal wöchentlich kontrolliert werden.
Zur Wasserkontrolle stehen einfach zu bedienende und dennoch exakte Ergebnisse liefernde Geräte bzw. Testsets zur Verfügung. Diese sind im Fachhandel erhältlich.

7.17 Hilfreiche Tipps
Problem: Was ist zu tun?

Trübes Wasser: Glitschige Böden und Wände, Algenansätze: Unangenehmer Chlorgeruch: Kalkausfällungen: Fleckenbildung bei Polyesteruntergrund (meist grau-schwarz): Weiße oder graue Verschleimung:
Gefärbtes Wasser, grünes Wasser, gelbes oder schwarzes Wasser: Augenreizungen:
Stoßchlorung: eine schnelllösliche Chlortablette 20 g pro m3 Wasservolumen, evtl. in 3-4 Tagen wiederholen.

7.18 Hinweise
Der direkte Kontakt von Bitumen, Teer, technischen Ölen und Fetten, Lösungsmitteln, Farbanstrichen usw. mit der Schwimmbeckenabdichtung muss vermieden werden.
Vorsicht beim Einsatz von Gummimaterialien (z. B. Gummistiefel, -schuhe, -schläuche, -kabel usw.) zu Reinigungszwecken. Längere Kontaktzeiten, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung, können zu Verfärbungen führen.
Wenn Sie unsicher sind, wie Sie das Becken reinigen und pflegen sollen, wenden Sie sich bitte an den Hersteller oder Vertreiber des jeweiligen Pflege- und/oder Reinigungsmittels.

7.19 Informationspflicht
Der Verarbeiter von WP 3100-15R und WP 3100-15RE Dichtungsbahnen ist verpflichtet, den Bauherren über alle Punkte, die das Material, die Inbetriebnahme, Reinigung und spätere Wasserpflege betreffen, zu informieren. Ein Original-Etikett der verwendeten Charge muss der Verarbeiter zu seinen Unterlagen nehmen und für die Garantiedauer aufbewahren.
Achtung: Je Becken immer nur eine Charge verwenden!

8. Ausrüstung

8.1 Zubehör aus dem Lieferprogramm
Das vollständige Lieferprogramm ist den gültigen Preislisten zu entnehmen. Nachfolgend sind nur die Produkte aufgeführt, die bei Dichtungsbahnen WP 3100-15R und WP 3100-15RE im Schichtenaufbau und bei Detaillösungen erforderlich sind: 8.2 Geräte
8.3 Werkzeuge usw.
Baustellenwerkzeug 8.4 Hilfsstoffe

Sie können die Verlegeanleitung auch herunterladen.
Bitte klicken Sie auf den Link: Schwimmbadfolie Downloads


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